4 Destillatiere - der Destillations-Podcast

4D 064: Alles von der Minze

Anja, Marc, Christian & Kai

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Die 4 Destillatiere | Episode 64
Diesmal dreht sich alles um die Minze. Destillation, ätherisches Öl, Hydrolat und die unzähligen Anwendungsgebiete dieser Pflanze werden im Detail besprochen

  • Was haben wir im Glas?
  • Minze destillieren
  • Wirkung und Anwendungsgebiete

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SPEAKER_01

Willkommen mit Anja Marc und Kai. Die Viertel Dilatier. Viel Spaß dabei.

SPEAKER_02

Hallo bei den Viertestilatieren. Mittlerweile sind wir bei Folge 64 angekommen und es freut mich, euch wieder begrüßen zu dürfen. Mit dabei sind natürlich auch wie sonst immer Anja, Marc und Kai. Hallo zusammen.

SPEAKER_03

Ja, hallo Christian. Hallo alle alle.

SPEAKER_00

Ja, hallo alle. Hallo aus Ostfriesland.

SPEAKER_02

Wir haben uns heute vorgenommen, die Pfefferminze oder Minze im Allgemeinen etwas detaillierter zu behandeln. Marc hat ja da einen riesen Erfahrungsschatz und auch eine enorme Menge an Pfefferminze, die ihr jedes Jahr erntet und wird uns da hoffentlich ein bisschen darüber berichten können. Aber wir starten natürlich auch die heutige Folge mit einem Blick ins Glas. Und heute würde ich einmal sagen, beginne ich selbst. Ich habe zwar keine Pfefferminze, aber etwas Vergleichbares oder Ähnliches. Ich habe nämlich Zitronenmilisse geerntet und daraus einen Sirup angesetzt und diesen jetzt mit Sodawasser verdünnt als erfrischenden Durstlöscher im Sommer.

SPEAKER_01

Lecker.

SPEAKER_02

Kai, was hast du in deinem Glas?

SPEAKER_01

Ich bin so ein bisschen angekadert und ziemlich müde, weil ich gestern von meiner Nachbarin eingeladen worden bin, ganz überraschend mit Kala zusammen. Und dann haben wir da ein bisschen zu viel von dem Rosé getrunken. Und deswegen habe ich jetzt eine Mate mit Limettengeschmack. Natürlich belebend steht drauf und die ist sehr, sehr lecker und eisig kalt. Und ich hoffe, die hält mich auch noch ein Stündchen wach.

SPEAKER_02

Na, das klingt auch sehr interessant und erfrischend.

SPEAKER_01

Ja, gestern Abend vor allem, aber die Mathe ist auch lecker.

SPEAKER_02

Marc, was hast du heute vorbereitet?

SPEAKER_00

Ja, passend zur heutigen Folge habe ich aus der frisch destillierten Minze dieses Jahr. Die Geschichte dazu folgt gleich noch während dieser Folge. Die hat viele Höhen, aber auch viele Tiefen, muss ich leider sagen. Habe ich mir ein bisschen Pfefferminzhydrolat genommen und das habe ich gemischt mit auch mit Sodawasser, wie man in Wien sagt. Hier hätte ich einfach gesagt, Sprudelwasser. Ja, also Wasser mit Kohlensäure verbindet die ätherischen Öle immer ein bisschen besser. Und das ist ein schön erfrischendes Pfeffermentswasser sozusagen.

SPEAKER_02

Also sind wir alle sommerlich unterwegs. Anja, was hast du in deinem Glas? Kannst du da mich beteiligen?

SPEAKER_03

Ich kann das in alle Richtungen toppen. Ich habe ein Virgin Tonic und der besteht aus Tonicwater, aus Eiswürfeln und ätherischen Ölen, Wachholder und Limette und noch ein bisschen Zitronensaft habe ich da mit drin. Ja, nachdem das Kaiperinian letztes Mal so lecker war, habe ich dann gesagt, teste ich mal das nächste.

SPEAKER_02

Das heißt, du kostest dich jetzt durch die alkoholfreien Cocktail-Rezepte.

SPEAKER_03

Genau. So alles mit ätherischen Ölen, so ist einfach ganz spannend. Man kann ja auch schnell einen Vorrat ansetzen und hat dann wirklich eine große Variante einfach als Möglichkeit. Sehr schön. Mojito geht so auch.

SPEAKER_00

Ich habe gerade bei meinen ätherischen Ölen durchgeguckt und da habe ich auch gesehen, was ich noch alles habe. Unter anderem auch vom schwarzen Pfeffer, aber auch Wacholder. Und jetzt, wo du das sagst, meine Frau und ich lieben beide Gin und so ein Wasser mit Wacholder. Danke für den Tipp. Das ist für die nächste Folge, glaube ich, auf jeden Fall mein Getränk.

SPEAKER_03

Also ich finde, dass man das alles so super schnell machen kann. Und du kannst das ja im Grunde auch. Eiswürfel mit Sprudel, Zitrone und ein bisschen ein, zwei Tropfen Pfefferminze auf einem halben Liter, dann hast du auch schon so eine Art Mojito. Du bist ja schon wieder unterwegs mit der Münze, ne?

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_02

Ich glaube, diesem Thema sollten wir ja mal eine eigene Folge widmen. Alkoholfreie Cocktails aus ätherischen Ölen klingt sehr spannend und ich glaube, da werden wir auch ein paar interessante Rezepte finden. Auf jeden Fall.

SPEAKER_01

Ich musste bei Maxime gerade schon dran denken, dass die in den Supermärkten mittlerweile ja aromatisierte Wasser verkaufen, wo halt keine Farbe mehr drin ist, aber dann mittlerweile auch mit natürlichen echten Früchten. Und das finde ich eigentlich sehr spannend, dass die sagen, da ist echte Frucht drinnen, aber es hat keine Farbe, weil dann kann es ja kein Saft mehr sein. Dann ist es möglicherweise auch ein Hydrolat, was die da mit reingeben.

SPEAKER_03

Oder möglicherweise einfach eine chemische Struktur, die nachempfunden wurde.

SPEAKER_01

Es steht mittlerweile bei manchen dabei, dass es natürlich ist. Also mit echter Frucht macht einer Werbung. Ich weiß jetzt nicht, welche Marke das war, aber einer sagt mit echter Frucht und ein anderer sagt mit natürlichen Früchten oder sowas.

SPEAKER_04

Und das finde ich halt spannend.

SPEAKER_01

Weil die es schaffen ja, dass da irgendwie das Aroma in das Wasser reinkommt und dann angeblich halt nicht mit Aromastoffen.

SPEAKER_02

Mit natürlichen Bestandteilen würde ich aber vorsichtig sein, denn beispielsweise ist auch Vanillearoma, das aus einem Holzschimmelpilz gewonnen wird, eine natürliche Substanz.

SPEAKER_03

Das wollte ich gerade sagen. Also Erdbeergeschmack und Himbeergeschmack wird ja auch aus Sägespäne gemacht und es ist eine natürliche. Ktoffenbestanz.

SPEAKER_01

Kartoffelnaroma gehört noch eine Erdbeere.

SPEAKER_03

Nee, es ist tatsächlich eine Sägespäne. Ich glaube, Zeder war Himbeere und ich weiß nicht mehr, Kiefer, das andere. Wir haben ja auch im Krankenhaus verschiedene Substanzen, die einfach so hergestellt werden. Und irgendein Schimmelpilz ist auch Kokosaroma und von daher, es hat eine natürliche Substanz. Und eine Lebensmitteltechnikerin hat mir mal erzählt, die Blaualge ist ja der Farbstoff für die blauen Schlümpfe von diesem ganzen Gummizeug. Und sie sagt, das war irgendwann mal natürlich, aber es wird so synthetisch und chemisch aufbereitet, dass am Ende eigentlich nichts mehr da von dem natürlichen Ursprungsstoff da ist. Und so, denke ich, ist es auch, wenn es Kirsche mit klar oder Erdbeer in klar oder Apfel in klar, da kann irgendwas nicht ganz richtig sein.

SPEAKER_01

Also oft schmeckt es ja dann auch nicht so wie die Frucht, aber die Kirsche hatte mich jetzt eigentlich überrascht, wie sehr die dann doch nach Kirsche geschmeckt hat. Weil so Erdbeere schmeckt ja immer irgendwie nach Zahnpasta und Melone hat einen ganz komischen Geschmack, wenn die so aus dem Wasser kommt oder Kaugummi oder irgendwas. Das ist schrecklich.

SPEAKER_03

Ich habe das jahrelang gehabt, ich habe eine Duftessenz Erdbeere gehabt und die habe ich dann in den Aromaseminaren immer rumgegeben, als mal so, wie ist euer Eindruck, was könnte das dann sein, was macht das dann so? Und dann haben die auch geschnüffelt und keiner kam sofort so auf die Erdbeere, ja, ist lecker, ist fruchtig, ist süß, ist Hubbabba, ist Kaume, ist alles mögliche. Und dann kam irgendwann dann auch, ja, vielleicht ist es Erbe, nee, das ist Kirschen, nehmebeere. Und da konnten die sich nicht einig werden. Und das ist dann halt, diese Erinnerung aus dieser synthetischen Herstellung irgendwas triggert, aber es ist nicht klar. So wie Tomate und schwarze Johannisbeere mit verschlossenen Augen auch gleich schmecken.

SPEAKER_02

Da habe ich einmal ein interessantes Experiment gesehen, und zwar Erdbeerjoghurt, das schwarz eingefärbt wurde und dann verkostet wurde. In einer mehr oder weniger Blindverkostung. Es wusste niemand, welche Geschmacksrichtung das ist. Und niemand kam auf Erdbeere.

SPEAKER_03

Das ist spannend, ne?

SPEAKER_01

Ich habe auch mal Vanillepudding grün gefärbt, den wollte keiner mehr essen. Einfach nur die Farbe, was es nicht mehr schön ausgesehen hat.

SPEAKER_03

Ja, das Auge ist schundet und unsere Erinnerungen sind ja auch nicht so ganz ohne. Das ist wirklich ein spannendes Thema.

SPEAKER_01

Und wenn man diese Aromen ja so sieht und Kinder das ja dann auch essen und vorgesetzt bekommen, die wissen dann irgendwann gar nicht mehr, wie eine echte Frucht schmeckt oder beim Kochen auch die Aromen, wenn man halt einfach mit diesen künstlichen Geschmäckern aufwächst. Und gerade bei Erdbeere und Melone finde ich es extrem auffällig, wie wenig das nach Erdbeere oder Melone schmeckt, wenn es halt in so einem Kaubbonbon oder irgendwas ähnlichem Dritten ist.

SPEAKER_03

Das finde ich ganz erschreckend, dass die Kinder halt diesen synthetischen Erdbeerjoghurt echter finden als eine Erdbeere, die man in Joghurt wird.

SPEAKER_02

Ja. Gut, wir bewegen uns jetzt aber sehr weit weg von unserem geplanten Thema. Aber die Pfefferminze! Etwas Geschmacksintensivem, das man auch relativ eindeutig erkennt und zuordnen kann, die Pfefferminze oder Minzen im Allgemeinen. Und ich möchte hier gleich das Wort an Marc weitergeben als derjenigen, der am meisten Erfahrung mit der Destillation von Minze hier in unserer Runde hat. Wagisch jetzt einmal zu behaupten. Deine verarbeiteten Mengen jedes Jahr sind einfach beeindruckend. Was kannst du uns über die Destillation der Minze und Verarbeitung der Minze erzählen? Wie gehst du das Ganze an? Trocknest du, destillierst du frisch, zerkleinerst du? Lass uns mal ein paar Insider-Informationen fallen.

SPEAKER_00

Ja, danke, Christian, das mache ich gerne. Ich habe ja schon immer eine Vorliebe für Minze gehabt und wir haben bei uns auf dem Grundstück einen großen Folientunnel, wo wir unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten anpflanzen. Vor einem Tunnel haben wir, habe ich irgendwann mal eine Nana-Minze gepflanzt, weil ich dachte, die ist ganz toll. Die ist mir persönlich aber viel zu schwach. Ich weiß nicht, Anja sagte, glaube ich, mal, die hat kein Eukalyptus. Menthol. Kein Menthol. Kein Menthol, genau. Ja, Eukalyptus ist ja auch wieder etwas anderes. Das ist Eukalyptol. Genau, also hat kein Menthol, ja. Und ich dachte, Nana-Münze ist was ganz Tolles, aber ich finde sie ein bisschen zu schwach. Allerdings ist sie nur schwach im Geschmack für mich, aber nicht schwach im Wachstum. Also egal, was ich mit der Münze mache. Wir haben in dem Tunnel, wenn die Saison vorbei ist, machen wir immer ein Vogelschutznetz ein und dann laufen da unsere Hähne drin, die dann den ganzen Winter mit einem Verschlag in diesem Tunnel dann den ganzen Boden umgraben und düngen und so weiter und so fort. Und im Frühjahr ziehen die dann vom Tunnel in die Truhe meistens um. Aber das ist halt der Gang bei den Hühnern. Naja, auf jeden Fall diese Nanamünze kommt jedes Jahr wieder explosionsmäßig zurück. Und ich habe ja schon mal gesagt, ein Mähdrescher wäre manchmal nicht so ganz schlecht, um das zu ernten. Meine Frau hat dann schon manches Mal gesagt, ich habe da erstmal ganz viel rausgerissen und weggeschmissen. Da kannst du mir auch böse sein. Ich sage, Schatz, kein Problem. Ich weiß, die Nanamünze. Also die wächst.

SPEAKER_03

Die ist halt in Marokko ganz viel benutzt, weil man die dir als diesen typischen marokkanischen Tee nimmt. Vielleicht solltest du mehr Tee trinken von der Nanamünze.

SPEAKER_01

Mit wahnsinnig viel Zucker.

SPEAKER_03

Ja, und Zitrone.

SPEAKER_00

Okay, Zucker versuche ich eh aus meinem Leben zu verbannen. Klappt immer gut, solange ich nicht Schokolade vor mir habe. Aber da habe ich dann immer ja ein Teufelchen auf der linken Schulter, der sagt, ja, guck, da liegt Schokolade, geh hin und ess sie und auf der rechten Seite der Schulter sitzt dann der andere, der dann sagt, hast du nicht gehört? Der hat gesagt, du sollst dich Schokolade essen.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_00

Das ist halt so. Motiviert. Genau, die motivieren mich. Naja, auf jeden Fall, um bei der Pfeffermünze zu bleiben. Wir haben dann, oder ich habe dann eine große Portion von der Nanamünze. Also man kann sich das ungefähr vorstellen. Ich weiß nicht, ob ihr diese roten Fleischwannen aus der Fleischerei kennt. So eine habe ich hier zu Hause, weil wir, oder weil ich mal im Lebensmittel gearbeitet habe. Und da habe ich dann ganz viel Pfefferminze gesammelt. Dann habe ich ein Störautomat. Da habe ich dann eine Störautomaten mir ja mal besorgt. Und da habe ich diese Minze getrocknet. Und zwar intensiv getrocknet. Und in mehreren Schwimmen getrocknet. Und dann die trockene Minze habe ich dann in eine Schüssel gepackt. Eine verschlossene Edelstahlschüssel. Und dann drei, vier Wochen später, als ich dann die Zeit hatte, wollte ich diese mühselig geerntete und aufwendig getrocknete Minze destillieren. Und ich baute die Destille auf. Meine Frau freute sich schon, dass sie endlich den versprochenen Lavendel destilliere. Aber ich sage, nee, Schatz, da kommt erst die Minze, das ist wichtiger. Und da hatte ich dann die erste Enttäuschung. Und dann habe ich die Destille aufgebaut und die Kühlung aufgebaut und alles vorbereitet. Und es stand alles wunderbar. Und dann habe ich diese Dose aufgemacht. Und offensichtlich hatte ich nicht gut genug getrocknet, denn es war schöne grüne Minze mit einem schönen weißen Pflaum. Oh nein. Schade.

SPEAKER_01

Edelschimmel.

SPEAKER_00

Ja, ich glaube nicht, dass es Edelschimmel war. Es war aber. Hast du es probiert? Und meine Frau guckte mich an und sagte: Ja, aber das musst du wahrscheinlich entsorgen. Ja, ja, ich sage, Schimmel definitiv. Das ist zu entsorgen. Ja, Ende vom Lied an dem Tag habe ich dann die Minze nach draußen gebracht, habe sie entsorgt, habe mir eine andere Kiste genommen und die zweite Minze, die ich weiter hinten im Tunnel habe, direkt geerntet und direkt getrocknet. Und während der Zeit des Trocknens habe ich dann Lavendel destilliert.

SPEAKER_02

Weil du vorhin Schokolade erwähntest. Anja, ätherische Öle sind doch fettlöslich, oder?

SPEAKER_03

Ja. Die sind auch sehr gut Schokolade.

SPEAKER_02

Eben eine interessante Idee, dass man vielleicht ätherisches Pfefferminzöl mit geschmolzener Schokolade vermischen kann.

SPEAKER_03

Das geht perfekt. 200 Gramm dunkle, also wie Zartbitterkuvertüre zum Beispiel geschmolzen, mit einem maximal zwei Tropfen, dann hast du ein ganz sanftes After-Aid.

SPEAKER_01

Oh, sehr schön.

SPEAKER_00

Das ist gut.

SPEAKER_01

Dann habe ich gleich auch noch eine Frage dazu, weil es gibt ja so ganz viele verschiedene Minzsorten. Und ich frage mich immer, wenn ich in so einem Geschäft stehe und da gibt es dann so Erdbeerminze oder Ananasminze oder Schokoladenminze, ob das jetzt irgendeine lustige Züchtung ist, die es erst seit kurzem gibt oder ob das eine echte verschiedene eigene Sorte ist, die halt schon lange existiert. Und wenn man es denn destinieren würde, oder hat es überhaupt irgendeinen Sinn? Also kommt da noch was anderes bei raus.

SPEAKER_03

Also ich habe gelernt, das sind alles gezüchtete Formen, die irgendwie einen Geschmack haben sollen. Und bei der Ananas-Minze, finde ich, kann man das auch ein bisschen mitschmecken. Die anderen Minzsorten habe ich nicht mitgekriegt, dass da irgendwas ist. Also im Harz gibt es ja so ein, ich weiß gar nicht, wie das da oben heißt, Altenburg und Altenfeld oder so. Einen riesengroßen Kräutergarten und die haben da irgendwie massenhaft Minzsorten in allen Varianten. Und da habe ich mich dann auch noch durchprobiert. Ja, aber irgendwie war das ein bisschen enttäuschend. Und ich könnte mir vorstellen beim Destillieren, dass das dann ähnlich enttäuschend sein könnte.

SPEAKER_02

Ich habe mal eine Cocktailminze destilliert. Ich glaube, das war irgendeine Sorte, wo der genaue Name nicht bekannt war. Auf jeden Fall ohne Menthol. Allerdings war das Destillat dann doch relativ intensiv minzig. Also es kann durchaus funktionieren. Wenn man es auf das Menthol und diesen kühlenden Effekt abgesehen hat, dann gibt es ja meines Wissens nur zwei Sorten des Bärmint und die Pfefferminze, falls das nicht eh das sehr ist. Krauseminze hat auch Menthol.

SPEAKER_03

Ja. Auch wenig, aber hat auch. Die Wasserminze kann man auch nehmen, aber die finde ich immer ein bisschen brackig. Die hat aber auch Menthol.

SPEAKER_00

Brackig, welch schönes Wort.

SPEAKER_03

Nee, schmeckt ja auch nicht so. Also ich mag die nicht so gerne. Auch als Tee finde ich die irgendwie ja so zwischen brackig und Abgase oder so. Finde ich schön.

SPEAKER_01

Nö. Ich halte es bei der Minze ja so wie mag auch, dass mir die Nanaminze eigentlich auch zu schwächlich ist und ich das schon mag, wenn das so richtig stark nach meinem Ton schmeckt.

SPEAKER_03

Aber für die Homopathie ist das.

SPEAKER_01

Wenn ich halt so eine Minze will, dann will ich halt auch eine Minze, die ich eindeutig als Minze so klar erkennen kann. Ja, die Marokkaner, die nehmen in die Nanaminze auch so Wermut mit rein. Und das ist halt auch so ein ganz anderer Geschmack. Das wird eher bitter. Und ist halt interessant. Aber ich finde, so eine richtig kräftige Minze, das ist schon was Beeindruckendes, einfach wie viel Kraft da drin steckt.

SPEAKER_03

Das stimmt, das ist aber ein bisschen schwierig, wenn ich homopathisch arbeite. Und es gibt halt einige Mittel, die sind ein bisschen empfindlich auf das Menthol. Oder auch Menschen, die können dann das homöpathische Mittel nicht so gut halten. Und wenn die dann Menthol zu sich nehmen, dann ist dieses Mittel einfach blockiert, weil die sich konkurrieren und dann ist es mal ein bisschen blöd. Und da ist die Nanaminze zumindest so ein bisschen eine Alternative als Tee, wo sie das Gefühl haben, ja, da ist noch ein bisschen was Minzartiges, aber eben dieses kräftige Menthol fehlt da dann. Und dann ist das für den einen oder anderen ein bisschen leichter zu ertragen, ohne Minze zu sein. Vorher.

SPEAKER_01

Ich habe mal aus Spaß Menthol bestellt und habe dann so ein Beutelchen mit so Mentholkristallen gehabt und habe gedacht, das nehme ich irgendwie für irgendwas zum Kochen mal mit rein oder irgend sowas. Und ich habe das ein, zwei Jahre bei mir gehabt und immer wieder mal so ein Bröselchen versucht und ich konnte nichts damit anfangen, weil es viel, viel, viel zu stark war. Kann man aber einfach so bestellen.

SPEAKER_03

Das stimmt. Aber es ist toll zum Räuchern, wenn du einfach einen Raum so schnell klar haben möchtest oder wenn du das in Cremes und Salben mit reinmachen willst, weil du da irgendwas Kühlendes, Klärendes mit reinhaben möchtest als Effekt. Da sind diese Kühlkristalle oder diese Mentholkristalle total klasse.

SPEAKER_02

Da möchte ich auch ganz kurz einhaken. Die Gewinnung von Menthol über Wasserdampfdestillation ist in haushaltsüblichem Maßstab nicht möglich. Also falls das irgendjemand einmal versuchen möchte, lasst lieber die Finger davon, das funktioniert nicht sinnvoll. Die Mentholprodukte, die am Markt erhältlich sind, sind alle entweder synthetisiert oder mit Lösungsmitteln extrahiert. Und wie auch in den Folgen zuvor, auch hier wieder der Hinweis, Lösungsmitteldestillationen haben im Heimgebrauch absolut keine Daseinsberechtigung.

SPEAKER_01

Ich habe mal einen Filmbericht gesehen über eine der größten Destillieranlagen Europas. Ich glaube, die steht irgendwo bei so einem Chemiewerk am Rhein, so ein BASF oder irgend sowas. Keine Ahnung. Jedenfalls machen die da Menthol. Die ist 60 Meter hoch, so eine Endloskolonne irgendwie und die ist nur dafür gebaut worden, um da Menthol zu destillieren.

SPEAKER_03

Es ist zu aggressiv, das kann ich schon verstehen, dass man das nicht sonst so benutzen sollte.

SPEAKER_01

Kriegen wir zu Hause nicht hin mit 60 Meter hoher Destille.

SPEAKER_02

Und vor allem werden die nicht mit Wasser arbeiten, sondern eben mit irgendwelchen schärferen Lösungsmitteln.

SPEAKER_01

Und auch nicht mit einem 2-Liter Kessel. Genau.

SPEAKER_00

Also ich kann ja noch erzählen von meiner Pfefferminze. Also ich habe ja dann nach meinem Fail erstmal Lavendel destilliert und es ist ja immer wieder erstaunlich, welche Mengen ätherisches Öl man da rausholt. Also das ist wirklich unglaublich. Ich habe zwei Durchgänge mit der kleinsten, mit der kleinen Tischdistille von Kai gemacht. Kai, du darfst jetzt nochmal den Namen reinwerfen, die heißt sie auch noch, die auf dem Holzbrettchen.

SPEAKER_03

Die 05er?

SPEAKER_00

Nein, die 2 Liter. Kai, bist du noch da? Was? Nee, ich habe nicht gehört. Achso, die kleine Distille auf dem Holzbrettchen, wie heißt sie auch noch?

SPEAKER_01

Welche?

SPEAKER_00

Die kleine Destille auf dem Holzbrettchen mit dem Ständer. Das ist einmal. Die Alembic-Destille oder die Algitarre? Die Alembik ist doch die. Nee, die Algitarre. Ach ich.

SPEAKER_01

Die Alembik hat einfach so eine ganz einfache, normale runde Form, wie so eine Whiskybrennerei oder sowas Traditionelles. Und die Algitarra.

SPEAKER_00

Die auf dem Holzbrettchenkreis, die. Da gibt es mehrere.

SPEAKER_01

Das ist auch ungefähr vor Augen jetzt. Die Arabia ist so die unkomplizierteste, da gibt es das Geistro zur Seite ab. Arabia, so hieß sie. Ja, gut, okay. Die haben wir aber in allen Größen, die gibt es auch in 500 Litern. Achso.

SPEAKER_02

Deswegen wahrscheinlich dann aber nicht mehr auf einem Holzbrettchen, oder? Der 500-Liter wird wahrscheinlich dann freistehend sein.

SPEAKER_01

Also da habe ich jetzt einfach meine Betriebsblindheit, weil ich halt einfach an diese ganz kleinen Deko-Distillen gedacht habe und da haben wir eigentlich nur zwei. Und deswegen war ich da jetzt bei der Al-Gitarra oder der Olympic-Distille halt.

SPEAKER_00

Ja, auf jeden Fall habe ich in diese relativ, die er einen relativ kleinen Vorrat nur hat an Droge, die du da reinpacken kannst. Aber ich habe mit zwei Durchgängen, ich glaube, knapp 8 Milliliter ätherisches Öl daraus gekriegt. Also das war wirklich gigantisch. Nö, das ist auch toll. Ja, und am nächsten Tag habe ich dann meine Pfefferminze, die dann auch wirklich knochent getrocknet war, destilliert. Und da kam dann bei, ich weiß, es waren glaube ich drei oder vier Durchgänge. Da muss ich dann wirklich sagen, war wirklich wenig ätherisches Öl. Also ich habe bei dem Ganzen, was auch wieder so eine rote Fleischerkiste war, wenn ich das mal so nennen darf, die hatte ich getrocknet und dann das durchdestilliert und dann hatte ich vielleicht insgesamt so zweieinhalb Milliliter ätherisches Öl. Jetzt weiß ich nicht, ob es an dem Trocknen von den Döutomatenlagen. Ob ich mehr kriege. Also aus meiner Erinnerung, wenn ich das normal zu einem Strauß gebunden habe und dann auf der Terrasse in den Wind gehängt habe, kam nach meiner Meinung mehr ätherisches Öl raus.

SPEAKER_03

Wie war denn das Wetter, als du gesammelt hast?

SPEAKER_00

Ja, das war das nächste Problem. Ich war ja dann ein bisschen säuerlich wegen meinem Fail und ich habe dann das, was ich dann destilliert habe, vormittags gegen 11, halb zwölf geerntet, was es schon relativ spät ja ist, sage ich mal. Und das Wetter war auch nicht knalllig-sonnig oder wie auch immer, sondern ja so norddeutsch, Anja, so wie heute bei uns.

SPEAKER_03

Aha, bedeckt, windig, frisch.

SPEAKER_00

Aber steht ja im Tunnel. Also da ist ja meistens nicht so viel Wind.

SPEAKER_03

Aber ist es vielleicht zu warm? Also bei Feuchtigkeit wird die nicht abkriegen, ne?

SPEAKER_00

Ja, da ist eine hohe Luftfeuchtigkeit halt im Tunnel. Da ist zwar Durchzug, weil wir hinten Fenster haben und vorne die Tür aufhaben. Aber was wäre denn dein Tipp, um mehr Öl in der Pflanze zu haben?

SPEAKER_03

Weniger Feuchtigkeit im Raum.

unknown

Okay.

SPEAKER_02

Grundsätzlich vollsonniger Standort und vor der Ernte ein bis zwei Tage nicht gießen.

SPEAKER_00

Okay. Okay. Nicht gießen macht mehr ätherisches Öl.

SPEAKER_03

Ja, weil sie dann sozusagen in Schub kommt und sagt, ich brauche was, um mich zu kühlen.

SPEAKER_00

Okay. Ja. Das werde ich dann mal schön an meine Frau weitergeben. Hier wird nicht mehr gegossen. Fell gern, ich bin ja eh für die Bewässerung zuständig. Was ich manchmal ein bisschen sträflich vernachlässige und dann auch immer ganz viele Schimpfe einfangen. Aber ich gelobe Besserung. Jetzt muss ich vorsichtig sein, weil meine Frau hört unseren Podcast auch immer.

SPEAKER_02

Ich kann übrigens deine Erfahrung mit der Minzdestillation teilen. Auch meine Versuche mit frisch destillierter Minze haben ein relativ geringes Ergebnis gebracht und ich schiebe das Ganze definitiv auf falscher Standort, falscher Erntezeitpunkt und absolut nicht optimaler gehalten etherischem Öl. Was ich gerne noch einmal versuchen würde, ist gekaufte, getrocknete Pfefferminze oder irgendeine andere Minzsorte zu destillieren, weil ich bei den gekauften Kräutern bisher immer die Erfahrung gemacht habe, dass sie sehr ölhaltig waren und wahrscheinlich auch perfekt kultiviert wurden. Falls also irgendjemand eine Bezugsquelle für getrocknete Minze in größeren Mengen hat, gerne her damit.

SPEAKER_03

Na, da bin ich auch mal gespannt. Weil eigentlich soll die Minze total ergiebig sein. 100 Kilo sollen ein Liter geben ungefähr. Also von daher sollte die ja nur wirklich richtig viel geben. Lavendel braucht 120 bis 180 Kilo.

SPEAKER_01

Also ich denke, Anja sitzt da am nächsten dran oder Hamburg ist die Kräuterstadt Deutschlands, denke ich, von dem, was da so zumindest über den Hafen reingeschifft und dann vermarktet und verkauft wird. Deswegen denke ich, dass in Hamburg die meisten Gewürze und Kräuterhändler sitzen und auch eine tolle Münze kriegt.

SPEAKER_03

Wir haben hier Kräuterläden, aber ich habe eine Freundin, die hat in Gifhorn gearbeitet und die haben alles über Kühne von Berlin bezogen, weil die halt die beste Qualität haben sollten.

SPEAKER_01

Oha. Also wir haben bei einem Großhandel früher eingekauft, was wir im Museum dann verarbeitet und destilliert haben. Aber wenn ich da jetzt sage, wer das war, nützt das wahrscheinlich nicht viel, weil da darf man nur als Gewerbetreibender einkaufen dann. Also das war die Firma Galke, die ist einer der Kräutergroßhändler halt in Deutschland.

SPEAKER_00

Da habe ich auch gekauft. Da haben wir gekauft und die hatten auch immer super Qualität.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Dann haben wir das auch nicht.

SPEAKER_01

Also wir haben auch den Lavendel da gehabt. Wir haben verschiedene Lavendelsorten damals gehabt und Lavandinen und dann gab es halt immer den Unterschied im Preis. Man muss ja irgendwo Kompromisse machen, wenn man jetzt am Museum destiniert und viel davon braucht. Dann nimmt man halt einen albanischen Industrielavendel, weil der halt billig ist und man den genauso benutzen kann. Kommt aber natürlich viel weniger raus, als wenn man einen französischen Biolavandin kauft oder so. Das sind halt riesige Unterschiede und halt natürlich auch im Preis, dann je nachdem, was man für Qualitäten kauft.

SPEAKER_03

Sorry. Bist du fertig mit deiner Minzerfahrung jetzt, Marc?

SPEAKER_01

Da gab es auch Minze. Um zurückzukommen.

SPEAKER_03

Ich könnte ja nochmal zwei, drei Worte über die Pflanze an sich verlieren.

SPEAKER_02

Genau, darum wollte ich dich sowieso noch bitten, dass du zum Abschluss noch ein bisschen auf die Pflanze eingehst und ihre Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete uns mal kurz aufzählen könntest.

SPEAKER_03

Das mache ich ganz bisschen. Also die Pfefferminze, Menta Peperita, da achten wir dann drauf, dass wir die echte Pfefferminze auch kriegen. Ist ein Lippenblütler und da sieht man ja immer, wenn die Blüte so komme, dass da unten so eine dicke Lippe ist unterhalb der Blüte. Ganz klassisch. Das Duftthema an sich ist so klare, frische und das ist ja fast ein betäubender Duft durch das Filementhol, was in denen drinnen ist, über die Monotapenole, die das im Grunde ja als Inhaltsstoff, als Hauptinhaltsstoff hat. Dann ist es ein ganz stark schmerzlindernes Öl. Das ist ja über den Kälteeffekt, über den Calciumstoffwechsel, über die Pumpe geht es. Da werden die Kälterezeptoren aktiviert, wenn das drauf kommt. Und dann sagt das Gewebe, oh Gott, ich ziehe mich jetzt erstmal zusammen und dann kommt der Gegenimpuls, sagst du mal, spinnst du? Und dann kommt eine erhöhte Durchblutung, darüber kommt die Erwärmung und das Gefühl, aha, jetzt lässt es los. Die Durchwärmung führt dann zu einer Entspannung. Die Kälterezeptoren sind aber dummerweise weiter aktiv. So wenn man was Warmes draufpackt, ist es nicht spürbar. Und da kann es dann auch, wenn man feuchte Auflagen macht oder duscht oder heißes Wasser drüber gibt, dass es dann zu Verbrennung kommen kann. Das andere ist, wenn man mit der Pfefferminze badet Fußbäder macht, ist es eben auch immer dieses Gefühl von Kälte. Das Menthol wirkt immer nah, es zieht die Wärme raus, es kühlt, deswegen ist es toll, wenn man Fieber hat, wenn man irgendwie sein Privatsommer hat, das nennt sich auch Wechseljahre, wo man auch sagt: Oh Gott, wieder so eine Hitzewallung, Fußbäder sind gut, Handwickel sind gut, Nacken, das Hydrolat einfach zu sprühen, um einmal so kurz so ein bisschen Frische wieder in sich zu haben oder um sich zu haben. Das ätherische Öl ist ganz stark epithelisierend, heißt also wundheilfördernd, ähnlich wie auch der Lavendel. Es ist juckreizstillend. Und wenn man so eine Stelle hat, die man so aufgekratzt hat und sagt, nee, ich mag aber Lavendel nicht drauf, aber es wäre so schön, wenn es jetzt endlich aufhören könnte, dann kann man auch einen Tropfen Pfefferminze direkt draufgeben, was dann einfach den Juckreiz nimmt und die schnellere Wundheilung fördert. Es ist insgesamt entspannt, lokal anästhierend. Das kennen wir auch, wenn wir Pfefferminze irgendwo drauf haben, der Bereich scheint wie tot. Und das ist das andere, es wird so häufig empfohlen, wenn du Kopfschmerzen und Migräne hast, dann nimm doch einfach das Pfefferminze oder auch als Rollern oder Eulminz und mach dir das auf die Schläfen oder um die Augen. Das Menthol ist so aggressiv, dass es die Augenschleimhaut reireizt und dann sieht man aus, wie ein Kanin, jemand tränt und es wird rot, es ist echt unangenehm. Aber wenn man hinten am Hinterhaupthaupt, wo wenn man so die Wirbelsäule hochgeht und am Hinterkopf, so zwei große Kugeln haben wir, da rechts und links neben der Wirbelsäule, wenn man das hier reingibt, dann ist das erstmal dieser Kühleffekt und danach kommt die Durchblutung und dann lässt der Schmerz einfach nach. Ist eine viel, viel angenehmere Variante, als das immer so um die Augen zu geben. Fieber senkend ganz stark, da kann man das tatsächlich auch beim Erwachsenen eintropfen auf Dreiviertel Liter Wasser geben, aber es muss auch sprudelig sein. Wenn man stilles Wasser nimmt, ein, zwei Esslöffel frisch gepresste Zitrone und da dann zwei Tropfen Pfefferminze reingeben. Auch das ist Zitronensaft und auch Pfefferminze ist beides kühlend. Habe ich kein Pfefferminzöl, kann ich auch einfach Pfefferminz Tee nehmen. Der hat eben auch schon, wenn ich eine frische Minze habe und eine gute Minze. Dann ist es auch schon mal kühlend, es ist ausleitend und kann dann alternativ mit benutzt werden. Minze ist super gut bei Übelkeit, Gegenübelkeit, dann einfach zum als Dufttuch, als Riechimpuls, dann Riechstift, das einfach zu nehmen, um dann die Übelkeit so ein bisschen lindern zu können. Kann man auch sagen.

SPEAKER_02

Habe ich das jetzt richtig rausgehört? Bei Minze kein Problem bei Hautkontakt mit dem ätherischen Öl und dem Hydrolat.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_02

Und innerliche Anwendung auch möglich?

SPEAKER_03

Ist möglich. Also ich nehme dann am liebsten eben meine Bioöle dann. Es gibt ja glücklicherweise von Weg Aroma, das sind ja alles lebensmittelzertifizierte Öle. Oshadi hat Lebensmittelzertifizierte ätherische Öle, die alle auch innerlich mitgenommen werden können. Taoasis hat teilweise welche, sodass man einfach auch ein Bio-Öl in die Lebensmittelverarbeitung nehmen kann. Aber sie müssen wirklich minimal dosiert werden und nicht irgendwie, dass man sagt, oh, so 20 Tropfen auf ein Stück Zucker und dann lutschen. Das macht dir jede Schleimhaut kaputt.

SPEAKER_02

Das heißt, ich werde mir jetzt demnächst dann eine Antifieber-Schokolade mit Trefferminzöl zusammenrühren. Und die kann dann immer benutzt werden.

SPEAKER_03

Ja, die kannst du auch gegen Reiseübel kalt nehmen, die kannst du gegen Kopfschmerzen nehmen, du kannst sie zur Konzentrationssteigerung nehmen. Also die ist wirklich ein Allrounder. Bei Sommerhitze kühlst sie dich, erfrischt sie.

SPEAKER_00

Ja, ich muss sagen, ich fühle mich gerade auch fibrig, mir ist ein bisschen übel und ich wollte mich auch noch ein bisschen konzentrieren, weil ich gleich noch was machen muss. Also ich gehe mal gleich Schokolade mischen. Das ist ja. Danke. Danke, Anja. Fütter meinen Dämonen. Kein Problem. Nimm Zartbitter, da ist nicht so viel Zucker drin. Ja, ich mag auch die Zartbitter.

SPEAKER_03

Die Kombi schmeckt auch besser. Also mit Vollmilch habe ich es auch schon ausprobiert. Auch in Seminaren machen wir das immer mal wieder. Das schmeckt nicht so. Da ist wirklich diese bittere Note mit der frischen Minze einfach so das Highlight.

SPEAKER_00

Ja, aber es gibt ja richtig schöne Zartbitterschokoladen inzwischen. Also auch in guter Qualität.

SPEAKER_03

Und Pfefferminze ist auch ganz bekannt bei Darm- und Durchfallerkrankung, Reizdarms-Syndrome und sowas, da wird sie auch benutzt.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_03

Also die hat wirklich ein Gesetz. Spannend, das wusste ich bisher noch nicht.

SPEAKER_00

Haben die Studien gemacht. Also wenn ich sie irgendwie auf dem Magen habe oder Magenschmerzen habe oder so, das ist auch immer mein erster Griff zum Pfefferminztee. Das muss ich schon sagen. So, ich habe immer meinen Kindern, wenn die sagen, also entweder ist der Klassiker, ist ja immer Fenchel an Nies Kümmel, aber mein Favourite ist halt immer, dass ich sage, okay, wenn du irgendwie so ein schlechtes Gefühl im Magen hast, trinken Pfefferminztee, der hilft meistens gut. Zumindest.

SPEAKER_02

Also ich merke schon, Marc, an dir ist dein Engländer verloren gegangen. Im Norden bist du ja schon, im kalten, regnerischen. Also theoretisch könntest du auch auf die Insel übersiedeln und dort dein Leben verbringen.

SPEAKER_00

Vor vier Wochen war ich schon in London ungefähr. Also ich habe schon mehr Berührungspunkte. Und ich habe ja auch für die nächsten zwei Jahre jetzt ein Visum. Das siehst du. Kann ich nochmal einen kurzen Trip machen? Ich wollte kurz nach London trinken.

SPEAKER_03

Minzpeis, das ist ja auch so ein lecker Kuchen, den man halt zu jeder Tageszeit und insbesondere zu Weihnachten esst. Von daher auch da.

SPEAKER_02

Ja. Bevor wir uns jetzt endgültig in Urlaubswünschen und Hoffnungen verlieren, würde ich mal sagen, beenden wir die heutige Folge. Es war wieder äußerst interessant und ich habe auf jeden Fall einiges mitnehmen können. Ich hoffe, ihr da draußen habt auch neue Informationen bekommen, die euch dann nützlich sein können. Wir werden uns für heute verabschieden. Die nächste Folge erscheint wieder in zwei Wochen. Falls ihr Wünsche oder Fragen habt, könnt ihr uns gerne entweder einen Kommentar unter den Podcast schreiben oder an 4.destillatiere.de Bleibt für heute nur noch, dass wir uns bedanken, dass ihr wieder eingeschaltet habt und wir wünschen euch schöne Tage. Bis zur nächsten Folge. Tschüss.

SPEAKER_04

Tschüss.

SPEAKER_01

Tschüss, macht's gut.